Pferd im Fellwechsel – warum der Herbst den Stoffwechsel fordert und wie Sie Ihr Pferd unterstützen
· @Kerstin
🐎 Ihr Pferd wirkt im Herbst müde und das Fell will einfach nicht wechseln?
Die Tage werden kürzer, die ersten kalten Nächte kommen – und Ihr Pferd bekommt sein Winterfell.
Was von außen nach „nur neuem Fell“ aussieht, ist für den Körper echte Schwerstarbeit.
Viele Pferdebesitzer bemerken in dieser Zeit: Ihr Pferd ist schlapper, weniger motiviert oder das Fell wirkt stumpf. Genau hier lohnt sich ein genauerer Blick.
🧠 Was beim Fellwechsel im Körper passiert
Der Fellwechsel wird vor allem über die Tageslichtlänge gesteuert. Werden die Tage kürzer, stellt der Hormonhaushalt auf Winter um.
Der Körper muss nun in kurzer Zeit eine große Menge neuer Haare bilden. Haare bestehen fast vollständig aus Eiweiß (Keratin).
Dafür braucht Ihr Pferd vor allem:
- hochwertiges Eiweiß mit ausreichend Aminosäuren (z. B. Lysin, Methionin)
- Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen
- Vitamine, z. B. Biotin
- einen gut funktionierenden Stoffwechsel – Leber, Nieren und Darm arbeiten auf Hochtouren
👉 Fehlt etwas davon, geht das oft zulasten von Leistung, Muskulatur und Immunsystem.
🔍 Woran Sie erkennen, dass der Fellwechsel Ihr Pferd belastet
Typische Anzeichen sind:
- Müdigkeit und weniger Motivation bei der Arbeit
- stumpfes, glanzloses oder schuppiges Fell
- ein Fellwechsel, der sich über Wochen hinzieht
- Juckreiz oder Hautprobleme
- Gewichts- oder Muskelverlust trotz gleicher Fütterung
- erhöhte Infektanfälligkeit, z. B. Husten oder Mauke
- Steifheit oder nachlassende Rittigkeit
Viele dieser Veränderungen werden zunächst dem „Herbsttief“ zugeschrieben. Oft steckt aber mehr dahinter.
⚖️ Mögliche Ursachen für einen schweren Fellwechsel
Meist greifen mehrere Faktoren ineinander:
🌿 Fütterung
- zu wenig oder minderwertiges Eiweiß
- fehlende Spurenelemente im Grundfutter
- Heu mit geringem Nährstoffgehalt
🧪 Stoffwechsel & Entgiftung
Leber und Nieren haben im Fellwechsel viel zu tun. Sind sie bereits belastet, gerät das System schneller aus dem Gleichgewicht.
🦷 Zähne & Verdauung
Zahnprobleme oder eine gestörte Darmflora verschlechtern die Futterverwertung – das Pferd frisst, nimmt aber zu wenig auf.
🪱 Parasiten
Ein Wurmbefall kostet Nährstoffe und Energie. Eine Kotprobe schafft hier Klarheit.
🐴 Alter & Hormone
Ältere Pferde brauchen oft deutlich mehr Unterstützung. Hormonelle Erkrankungen können den Fellwechsel stark verändern.
⚠️ Wann Sie genauer hinschauen sollten
Lassen Sie Ihr Pferd tierärztlich untersuchen, wenn:
- der Fellwechsel deutlich länger dauert als gewohnt
- das Fell auch im Sommer lang, lockig oder dicht bleibt
- Ihr Pferd stark schwitzt, Gewicht verliert oder auffällig viel trinkt
- wiederholt Infekte oder Hautprobleme auftreten
- Hufrehe-Anzeichen auftreten
👉 Ein gestörter Fellwechsel kann ein frühes Zeichen für das Equine Cushing-Syndrom (PPID) sein – besonders bei Pferden ab etwa 15 Jahren. Eine Blutuntersuchung bringt Klarheit.
Der Herbst ist dafür ein guter Zeitpunkt: In dieser Jahreszeit lassen sich Veränderungen im Blut oft besonders gut erkennen.
🤲 Ganzheitlich unterstützen – so helfen Sie Ihrem Pferd durch den Fellwechsel
🥕 Fütterung anpassen
- hochwertiges Raufutter als Basis
- ausreichend Eiweiß und Aminosäuren
- ein passendes Mineralfutter – idealerweise abgestimmt auf Ihr Heu
Eine individuelle Futterberatung zeigt, ob die Ration wirklich passt – statt auf Verdacht zu ergänzen.
🌿 Stoffwechsel entlasten
Gezielte naturheilkundliche Unterstützung kann Leber, Nieren und Darm in dieser Phase begleiten.
⚡ Durchblutung fördern
Eine gute Durchblutung versorgt Haut und Haarwurzeln mit Nährstoffen. Hier kann die BEMER®-Therapie unterstützend eingesetzt werden.
🐴 Bewegung & Pflege
- regelmäßige, gleichmäßige Bewegung regt den Stoffwechsel an
- gründliches Putzen hilft beim Haarwechsel und fördert die Hautdurchblutung
- Eindecken mit Augenmaß – nicht zu früh, nicht zu warm
🦴 Bewegungsapparat im Blick behalten
Ist Ihr Pferd im Herbst steifer, können Osteopathie, Chiropraktik oder Akupunktur sinnvoll ergänzen.
👉 Schulmedizin und Naturheilkunde werden dabei sinnvoll kombiniert – zuerst die Ursache klären, dann gezielt unterstützen.
🤝 Ihr nächster Schritt
Ihr Pferd kommt schwer durch den Fellwechsel oder wirkt im Herbst nicht wie es selbst?
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was es gerade braucht.
Jetzt Termin anfragen und Ihr Pferd gut durch den Herbst begleiten lassen.
Mein Pferd läuft nicht rund – mögliche Ursachen und wann Sie genauer hinschauen sollten
🐎 „Irgendetwas stimmt nicht…“ – dieses Gefühl kennen viele Pferdebesitzer
Ihr Pferd läuft nicht mehr so locker wie sonst.
Es wirkt steifer, ungleichmäßig oder einfach „anders“.
Vielleicht ist es nur ein Gefühl.
Vielleicht sehen Sie kleine Veränderungen im Bewegungsablauf, in der Rittigkeit oder im Ausdruck.
Genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
🧠 Was bedeutet „läuft nicht rund“ eigentlich?
Der Begriff beschreibt meist keine klare Lahmheit, sondern eine subtile Veränderung:
- Taktunreinheiten
- eingeschränkte Losgelassenheit
- Schwierigkeiten in bestimmten Lektionen
- einseitige Steifheit
- verändertes Verhalten unter dem Reiter
Oft sind diese Veränderungen schleichend – und werden erst mit der Zeit deutlicher.
⚖️ Mögliche Ursachen – warum Ihr Pferd „nicht rund läuft“
Die Gründe können vielfältig sein und betreffen häufig mehrere Bereiche gleichzeitig:
🦴 Bewegungsapparat
- Verspannungen
- Bewegungseinschränkungen in Gelenken
- muskuläre Dysbalancen
🧠 Nervensystem & Koordination
- gestörte Bewegungsabläufe
- fehlende Feinabstimmung
🐴 Haltung & Training
- unausgewogene Belastung
- Trainingsfehler oder Überforderung
🌿 Fütterung & Stoffwechsel
- Energieversorgung nicht optimal
- muskuläre Entwicklung beeinträchtigt
🔍 Warum frühes Hinschauen so wichtig ist
Viele Probleme beginnen klein.
Was zunächst wie „ein schlechter Tag“ wirkt, kann sich mit der Zeit festigen und den Bewegungsablauf dauerhaft beeinflussen.
Ein früher Blick hilft dabei:
- Zusammenhänge zu erkennen
- Fehlbelastungen zu vermeiden
- Ihr Pferd gezielt zu unterstützen
🤲 Ganzheitlich betrachten statt isoliert behandeln
In meiner Arbeit betrachte ich das Pferd nicht nur in einzelnen Bereichen, sondern als Ganzes.
Je nach Befund kann eine Kombination sinnvoll sein, z. B.:
- Osteopathie
- Chiropraktik
- Fütterungsoptimierung
- ergänzende Verfahren
So entsteht ein individueller Ansatz, der auf Ihr Pferd abgestimmt ist.
👉 Wann sollten Sie eine Abklärung in Betracht ziehen?
- Wenn sich das Gefühl „es ist nicht ganz rund“ hält
- Wenn sich die Bewegung verändert
- Wenn Leistung oder Ausdruck nachlassen
Ihr Gefühl ist dabei oft ein wichtiger Hinweis.
🤝 Ihr nächster Schritt
Sie sind unsicher, ob bei Ihrem Pferd alles im Gleichgewicht ist?
Lassen Sie uns gemeinsam darauf schauen.
Jetzt Termin anfragen und Ihr Pferd individuell einschätzen lassen.

